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Leistungskursfahrt Rom

Kursfahrt Rom - September 2014
Der Leistungskurs Deutsch und der Grundkurs Geschichte gehen auf Entdeckungsreise

Am Montag, den 01.09.2014, war es soweit. 13 Schüler und 2 Lehrer machten sich auf den Weg nach Rom, um dort die für das 3. Semester angedachte Kursfahrt zu verbringen.
Um 7.15 Uhr trafen wir in Tegel aufeinander und eins steht fest, wenn die Schule montags 45Min später anfängt, ist keiner von uns Schülern so voller Freude und so fit, wie es an diesem Montag der Fall war. Während drei Mädchen fasziniert den Koffer von Felix betrachteten, der so minimalistisch war, dass er ihnen nicht einmal als Handgepäck gereicht hätte, suchte Hendric noch den Terminal und unsere Braun Zwillinge wünschten sich, ihr Auto könnte fliegen, um so dem Stau, in dem sie eine geschlagene Stunde verbrachten, aus dem Weg zu gehen.
Doch auch jeder Stau und jede Suche nach dem Terminal hat einmal ein Ende und so schafften wir es, pünktlich um 9.00 ins Flugzeug zu steigen.


Es war nun mittlerweile 13 Uhr als wir im Hotel ankamen. Unser Hotel nannte sich selbst zwar „ Drei Sterne", leider war nicht einmal die Anwesenheit von einem zu spüren. Aber interessieren sollte uns das nicht, wir wollten die 5 Tage schließlich nicht im Hotel verbringen, sondern das wunderschöne Rom entdecken.
Der Deutschkurs startete gleich am ersten Tag mit seinem Programm und so begaben wir uns auf die Spuren von Goethe, was für uns bedeutete: Spanische Treppe rauf... laufen, runter... laufen, einmal die „Piazza del Popolo" betrachten, zur „Pizza Navona"laufen, laufen, laufen, um irgendwann an der „ Fontana di Trevi" anzukommen. Am Trevibrunnen sprudelte wegen großer Restaurierung leider kein Wasser, also gab es kein ewiges Glück für uns. An passenden Stellen wurden von Yoshij, Lennart und Alex Vorträge über das Welt- und Menschenbild im Barock gehalten, und so waren wir nicht nur glücklich, dass wir uns während der Vorträge für ein paar Minuten setzen konnten, sondern erfuhren dabei auch noch durchaus Wissenswertes.
So langsam rächte es sich nun doch, dass wir die Zeit in Flugzeug und Bus nicht für ein kleines Nickerchen genutzt haben. Neue Energie musste her, also suchten wir einen kleinen Snack zum Essen. Unsere erste Italienische Pizza und es lässt sich sagen; „ Mamma Mia, war die gut!".
Als unsere „kleine" Entdeckungsrunde nun zu Ende war, war es schon 20 Uhr, was zugegeben vielleicht auch ein wenig an unserem nicht sehr schnellen Laufstil gelegen hat, der sich in den nächsten Tagen eher noch verlangsamen sollte.


Am nächsten Tag hieß es für uns um 8:30 Uhr beim Frühstück erscheinen.
Unser „Drei Sterne"- Frühstück bestand übrigens aus einem „Stein"-Brötchen und Marmelade. Die ersten Jungs gingen bei diesem Anblick lieber gleich in die Pizzeria nebenan und aßen zum Frühstück Pizza. Nichts geht über die Italienische Mentalität, in die wir uns bereits eingelebt hatten, da wir es tatsächlich zum Kolosseum schafften, ohne von Rollern oder Autos überfahren zu werden. Spätestens hier waren wir alle hellwach und machten hinter unseren Sonnenbrillen große Augen. Wenn wir Schüler auch sonst als nicht leicht zu begeistern gelten, so waren wir es hier umso mehr. Es war wunderschön, wie sich das Kolosseum vor uns aufbaute, von der Sonne angestrahlt wurde und uns seine Geschichte erzählen wollte. Letzteres übernahmen dann Rieke und Felix. Charmanter weise hatte uns Herr Fleischer vor der Fahrt mitgeteilt, dass wir keine Plakate zur Anschauung basteln müssen, da wir unsere Forschungsobjekte stets live vor Augen haben. Also konnten Rieke und Felix gleich loslegen und uns erzählen, was sie Spannendes rausgefunden hatten.


Nach ca. 3 Stunden, in denen wir Fotos machten, manche fürs Familienalbum, andere sogenannte „Selfies", doch wir alle um wunderschöne Momente einzufangen, liefen wir weiter zum „Forum Romanum". Hier konnten wir uns Vorträge von Christopher und Conrad anhören. Des Weiteren mussten wir uns jedoch auch, ungewollter Weise, den Sarkasmus von Herrn Fleischer bezüglich unseres Lauftempos anhören. Alle 100m machten wir mindestens 5min Pause und so brauchten wir für eine Tour durch das „Forum Romanum", welche vielleicht 2 Std gedauert hätte, mehr als das doppelte. Doch ein Gedanke trieb uns alle an: Frau Kürbiß wollte uns am Ende noch eine Eisdiele zeigen, in der es über 60 Eissorten geben sollte. Italienisches Eis und dann auch noch 60 Sorten? 15 alleine Schokolade? Wen lässt diese Aussicht kalt?


Also nichts wie weiter zum „Pantheon", einer römischen Kirche, die vor dem Bau des Petersdoms die größte Kuppel besaß, wie wir unter anderem aus Leons Vortrag erfuhren.
Um ca. 18 Uhr war dann auch dieser Tag geschafft und wir Schüler trennten uns wie jeden Abend von den Lehrern und beide Altersklassen entdeckten ihr Rom für sich.
Die folgenden Tage gestalteten sich ähnlich und am Donnerstag sah man uns bei 30 Grad, statt mit dem sommerlichsten Outfit, mit langen Hosen herumlaufen. Und das taten wir nicht, weil uns die Hitze zu Kopf gestiegen war, sondern weil wir vorbildliche Schüler sind und uns an Regeln halten. Richtig, wir besuchten den Vatikan. Nach einem Kurzbesuch auf dem „Campo Santo Teutonico" einem deutschen Friedhof, auf dem Denkmäler von deutschen verstorbenen Meistern der Literatur standen, kämpften wir uns durch Kontrollen des Sicherheitspersonals hinein in den Petersdom.Hier hatte Hendric die Ehre uns zu erklären wo wir uns befanden und wie dieses mächtige Gebilde, das so majestätisch war, dass man sich kleiner als ein abgebrochener Gartenzwerg vorkam, finanziert wurde.


Hier wurden selbst die größten Sprücheklopfer ruhig und schauten sich bedächtig die einmaligen Deckenverzierungen an. Trotz der Menschenmassen, die sich im Petersdom befanden, war es unheimlich still und so hätte man wohl einen Stecknadelkopf fallen hören können. Diese einzigartige Stimmung ließ uns sogar vergessen, dass unsere Beine und Füße vom Laufen wehtun sollten, uns in unseren Sachen viel zu warm war und wir, wie eigentlich zu jedem Zeitpunkt, Hunger hatten. Doch an all das sollten wir schnellstmöglich wieder erinnert werden, als es 510 Stufen im Petersdom hinaufging. In der immer enger werdenden Kuppel, auf der man die Stufen irgendwann nur noch schräg erklimmen konnte, wurde es fast unerträglich heiß. Doch als wir oben waren, gehörten der Schweiß auf der Stirn und die schmerzenden Beine ein weiteres Mal der Vergangenheit an. Was für ein Ausblick auf die Ewige Stadt!
Es war wie erwartet nicht leer auf der Aussichtsplattform der Kuppel und jeder kämpfte mit Ellbogen um einen Platz in der ersten Reihe, doch all das schien beim Fernblick über ganz Rom vergessen. So etwas Atemberaubendes erlebt man nur selten im Leben.


Es wurden wieder fleißig Fotos geschossen, besonders für die Mitschüler, die wir auf dem Weg nach oben, wegen Höhenangst, verloren hatten.
Wieder unten angekommen wurde aus unserer, nun schon zur Tagesordnung gehörenden, 10 min Pause, eine 20 min Pause und so wurde der Tag mal wieder länger als erwartet.
Das Letzte, was wir auf unserer Romreise besuchten, war eine Pilgerkirche.


Alles in allem lässt sich wohl sagen, dass beide Seiten, sowohl die Lehrer wie auch die Schüler, die Kursfahrt als unvergesslich einstufen werden. Herr Fleischer wird wohl nie wieder in seinem Leben so langsam laufen, wir Schüler werden nie wieder überhaupt so viel laufen, jedoch Frau Kürbiß verstehen, wenn sie das nächste Mal sagt, sie habe sich in diese Stadt verliebt.